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23. Holler Runde - 26. Februar 2020

Wie ist spezialisierte
gerontopsychiatrische
Pflege noch möglich?

Fakten und Forderungen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter bei der Begleitung von Menschen mit Demenz,

die Altenhilfe hat große Not, eine nötige rasche Linderung ist aber nicht in Sicht. Insbesondere Pflegeeinrichtungen mit einem pflegefachlichen Schwerpunkt Demenz haben große Probleme ihre oftmals bessere Personalausstattung zu halten und kämpfen gleichzeitig mit erheblich steigenden Heimkosten und damit mit höheren Eigenanteilen für die Betroffenen. Die nötige bessere Personalausstattung für die zeitaufwendige Begleitung von gerontopsychiatrisch erkrankten Bewohnern mit Verhaltensauffälligkeiten wird sich damit für diese Häuser zu einer Kostenfalle entwickeln, weil die Betroffenen die hohen Kosten nicht tragen können oder wollen. Aber wo und wie werden die pflegebedürftigen Menschen dann versorgt?

Wir fragen deshalb bei der 23. Holler Runde am 26.02.2020 in Hildesheim: "Wie ist spezialisierte gerontopsychiatrische Pflege noch möglich?"

Klar ist: Der Personalmangel macht der Altenhilfe überall massive Problem, allein schon durch die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen sowie das altersbedingte Ausscheiden von Beschäftigen in der Pflege. Diesen Teufelskreis kann die Altenhilfe allein nicht durchbrechen. Vielmehr muss die Regierung die von ihrer Konzertierten Aktion Pflege geweckten Erwartungen jetzt mit Nachdruck erfüllen. Dazu reichen die bisher beschlossenen Maßnahmen nicht.

Auf unserer Tagung informieren wir Sie deshalb über eine große Initiative zur Personalgewinnung, die der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt klar signalisiert: Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege werden sich rasch verbessern; Pflegende können so pflegen, wie sie es sich bei der Berufswahl vorgestellt haben.

Zusätzliches Personal kostet aber mehr Geld. Zudem müssen die Löhne in den nächsten drei Jahren auf Krankenpflege-Niveau angehoben werden. Denn ab 2022 kommen die ersten generalistisch ausgebildeten Pflegekräfte auf den Arbeitsmarkt - und werden kaum eine deutlich schlechtere Bezahlung in der Altenpflege akzeptieren. Die Zeit läuft uns also davon. Daher fragen wir: Wie kann die Pflegeversicherung wirksam reformiert werden, um die steigenden Eigenanteile der Betroffenen einzudämmen?

Dazu stellen wir Ihnen das zweite Gutachten der Initiative Pro Pflegereform vor, mit dem der Reformvorschlag des Sockel-Spitze-Tausches weiterentwickelt wurde. Vereinfacht gesagt: Der vom Betroffenen zu leistende Eigenanteil wird in Höhe und Dauer begrenzt, der Zahlbetrag der Pflegeversicherung steigt um die Beträge, die über dem Sockelbetrag liegen. Sicherlich wachsen damit die Gesamtausgaben der Pflegeversicherung. Aber das wird ohnehin der Fall sein, schon durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen und den entsprechenden Mehrbedarf an Pflegekräften. Der Reformvorschlag wird inzwischen von der Bundespolitik diskutiert und von einigen Parteien favorisiert.

Mit diesen Fragen ist die Zukunft der spezialisierten gerontopsychiatrischen Versorgung eng verwoben. Gelingt keine umfassende Pflegereform, die die Eigenanteile wirksam deckelt, brauchen wir einen gerontopsychiatrischen Zuschlag als zusätzliche Leistung der Pflegeversicherung für stark verhaltensauffällige Bewohner, damit die Betroffenen finanziell entlastet werden und das Angebot wettbewerbsfähig bleibt.

Auf Basis der Ergebnisse der Studie "Bedarfskonstellation bei gerontopsychiatrisch erkrankten Heimbewohnern mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten" präzisieren wir Handlungsempfehlungen für spezialisierte Versorgungsangebote und fassen noch einmal die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen. Wie sieht die Pflegegradentwicklung aus? Welche Verhaltensauffälligkeiten fordern die Pflege? Welche Qualifizierung und Personalausstattung braucht sie? Alle TeilnehmerInnen der Holler Runde erhalten bei der Tagung den Abschlussbericht zur Studie.

Mit Blick auf die Versorgungsqualität beleuchten wir drei weitere Aspekte: die Bedeutung des Teams in der gerontopsychiatrischen Versorgung, die Bedeutung von digitalen Medien sowie am Beispiel kultursensibler Betreuungsangebote das Thema Migration und Demenz.

Auf unserer Tagung haben wir zugleich das Bundesministerium für Gesundheit zu Gast. Wir werden vom BMG hören, wie es sich zu den Vorschlägen positioniert. Bei dieser Gelegenheit möchten wir sodann den Diskussionsprozess vorantreiben.

Es ist Zeit zum Handeln - wirken Sie hieran mit bei der 23. Holler Runde!

Bitte berücksichtigen Sie für den Zeitpunkt Ihrer Anmeldung, dass die Holler Runde stets dem kollegialen fachlichen Austausch sowie Diskussionen Raum geben möchte. Diese Tagungsphilosophie beschränkt unsere Gästeliste auf maximal 300 Personen. Mit Ihrer frühzeitigen Anmeldung - am besten noch vor dem Jahreswechsel - können Sie sich Ihre Teilnahme sichern: per Online-Anmeldung oder per Fax mit den Ihnen bekannten Anmeldebögen.

Nun wünsche ich Ihnen eine gute Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel. Wir freuen uns auf Ihr Kommen zu unserer 23. Fachtagung!

Mit kollegialen Grüßen
Peter Dürrmann

Programm


09.30
Eröffnung der 23. Holler Runde
Peter Dürrmann, Holle

09.45 - 10.30
Die Bedeutung des Teams
als wichtiges Interventionsinstrument in der gerontopsychiatrischen Arbeit
Leitung und Team
Christian Müller-Hergl, Witten

10.30 - 11.15
Schöne neue Welt?
Potenziale und Risiken digitaler Medien in der Begleitung von Menschen mit Demenz
Dr. Beate Radzey, Stuttgart

11.15 - 11.35
Kaffeepause

11.35 - 12.20
Lücken schließen: Migration und Demenz
Kultursensible Wohn-, Pflege und Betreuungsangebote
Christina Kuhn, Stuttgart

12.20 - 13.00
Bedarfskonstellationen und Pflegegrade bei Heimbewohnern mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten
Aktuelle Forschungsergebnisse
Prof. Dr. Klaus Wingenfeld, Bielefeld

13.00 - 14.15
Kaffeepause

14.15 - 14.45
Konzepte und Kosten
Bedarfe von gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten
Peter Dürrmann, Holle

14.45 - 15.30
Finanzielle Absicherung des Risikos Pflege im Alter
Das Konzept der Initiative Pro-Pflegereform
Bernhard Schneider, Stuttgart

15.30 - 15.50
Kaffeepause

15.50 - 16.10
Einschätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit
Die Pflegeversicherung und gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner mit Verhaltensauffälligkeiten
Dr. Christian Berringer, Berlin

16.10 - 17.00
Diskussion zur aktuellen Versorgungssituation des Personenkreises sowie zur Kostenentwicklung
Dr. Christian Berringer, Berlin
Prof. Dr. Klaus Wingenfeld, Bielefeld
Bernhard Schneider, Stuttgart
Moderation: Peter Dürrmann, Holle

17.00 - 17.05
Zusammenfassung und Ausblick

Referenten


Dr. Christian Berringer
Leiter des Referats 413 „Begriff der Pflegebedürftigkeit, Begutachtungsverfahren, Qualitätssicherung, Pflegerische Versorgung“, Bundesministerium für Gesundheit; Berlin
Peter Dürrmann
Dipl. Sozialpädagoge/-arbeiter, Geschäftsführer der Seniorenzentrum Holle GmbH, Bundesvorsitzender des DVLAB e.V., Sprecher des Bündnis für Altenpflege; Holle
Christian Müller Hergl
Dipl.-Theologe, BPhil, Hochschule Osnabrück, DCM Strategic Lead und Dialogzentrum Leben im Alter; Osnabrück
Christina Kuhn
M.A., Kulturwissenschaftlerin, Pädagogin, Krankenschwester, wissenschaftliche Mitarbeiterin Demenz Support Stuttgart gGmbH; Stuttgart

Bernhard Schneider
Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung GmbH, von 2005 bis 2017 Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege (DEVAP), Sprecher der Initiative Pro-Pflegereform; Stuttgart
Dr. Beate Radzey
Dipl.-Haushaltsökonomin, wissenschaftl. Mitarbeiterin Demenz Support Stuttgart gGmbH mit den Arbeitsschwerpunkten Bauen, Wohnen und Technik; Stuttgart
Prof. Dr. Klaus Wingenfeld
Soziologe und promovierter Gesundheitswissenschaftler, Geschäftsführer und Projektleiter am Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld; Bielefeld

Anmeldung - FAQs


Zielgruppe: Die Tagung richtet sich an Mitarbeitende unterschiedlicher Berufsgruppen in der Altenpflege, die mit Menschen mit Demenz arbeiten und sich konzeptionell sowie inhaltlich weiterentwickeln möchten.

Veranstaltungsort: Hildesheim, nähere Informationen bei Anmeldung

Kosten: Die Teilnahmegebühr beträgt 145,00 €. Bei mehreren TeilnehmerInnen einer Institution erfragen Sie bitte Sonderkonditionen. Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Mittagsverpflegung, zwei Kaffeepausen sowie die Tagungsdokumentation.

Anmeldung: Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Teilnehmergebühr ist bei der Anmeldung per Verrechnungsscheck oder Überweisung auf das nachfolgend genannte Konto unter Angabe des Teilnehmernamens zu entrichten:

Alzheimerberatung e.V.
Bankverbindung: Volksbank Holle e.G.
IBAN DE14278937602052325400
BIC GENODEF1SES

Sie erhalten von uns nach Zahlungseingang eine Anmeldebestätigung sowie eine Wegbeschreibung zum Tagungsort.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir empfehlen daher bei Interesse eine rechtzeitige Anmeldung. Diese ist per Fax oder hier folgend online möglich!

Stornierung: Eine Stornierung Ihrer Teilnahme muss spätestens bis 8 Tage vor Veranstaltungsbeginn in schriftlicher Form eingehen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird eine Stornogebühr von 30% der Rechnungssumme erhoben. Erfolgt die Stornierung später als 8 Tage vor Veranstaltungsbeginn, wird die volle Teilnahmegebühr berechnet. Selbstverständlich kann ein Ersatzteilnehmer gestellt werden.

Hotelreservierung: Für TeilnehmerInnen der Fachtagung steht im Tagungshotel ein begrenztes Kontingent an Zimmern zur Verfügung. Bei Interesse fordern Sie mit der Anmeldung einen Hotelprospekt an. Bei Bedarf reservieren Sie Ihr Zimmer bitte rechtzeitig.


Online-Anmeldung:

Vorname:

Nachname:

Einrichtung:

Strasse, Nr.:

PLZ, Ort:

Telefon:

Fax:

E-Mail:


Datenschutz:
Ich habe die Teilnahmebedingungen und Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und erkenne diese ausdrücklich an.

Wir verarbeiten Ihre Daten gemäß der EU-DSGVO (EU-Datenschutzgrundverordnung) Art. 6 Abs. 1 lit.f. Mit der Anmeldung willigen Sie ein, dass Ihre Daten für den Zweck der Anmeldung zur Fachtagung gespeichert und verarbeitet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass auf der Teilnehmerliste mein Name, Funktion, Dienststelle und Ort der Dienststelle genannt werden und dass diese Daten ausschließlich für tagungsbezogene Zwecke verwendet werden.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Verantwortlich im Sinne der DSGVO ist die Alzheimerberatung e.V. als Veranstalter. Sie können sich bei allen Fragen zum Datenschutz direkt an unseren Datenschutzbeauftragten wenden: Tel.: +49 551 90036523, E-Mail: alexander.eilert@cynfo.com

Ich akzeptiere diese Bedingungen!

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